Thema des Monats April - Rechtsthema aktuell
 

Vorsicht bei Haustürgeschäften – Ein unseriöses Modell erlebt eine Renaissance


Bereits vor vielen Jahren wurde das Thema „Haustürgeschäfte“ diskutiert und zum Schutz des Verbrauchers festgelegt, dass dieser, wenn er an der Haustür quasi überrumpelt und zu einer Unterschrift gebracht wird, dieses widerrufen kann.

Diese Geschäftspraktik erlebt zwischenzeitlich – wahrscheinlich, weil die Menschen corona-bedingt vermehrt zu Hause anzutreffen sind - ein Revival.

Handwerker, die von ihren Sonderaktionen erzählen und direkt an der Haustür gleich festlegen wollen, welche Streicharbeiten, Dachdeckerarbeiten o.ä. durchgeführt werden sollen, nehmen zu.

Wichtig für jeden, der sich darauf eingelassen hat, ist auf jeden Fall ein Vergleichsangebot einzuholen, um besser und klarer zu sehen, ob der Vertragsschluss an der Haustür bzw. in der eigenen Wohnung eine gute Entscheidung war, oder nicht.

Wer dann zu dem Ergebnis kommt, dass das Haustürangebot kein gutes Angebot war, der ist nicht schutzlos, sondern hat ab Vertragsschluss 14 Tage Zeit, diesen Vertrag entsprechend zu widerrufen.

Übrigens muss auf die Widerrufsmöglichkeit ausdrücklich im Vertragsschluss hingewiesen werden.

Wenn dies unterbleibt, beträgt die Widerrufsfrist 1 Jahr.