Rechtstipp des Monats:


Pflegefall – wer rasch entscheidet, hilft doppelt

 Wer aufgrund von Alter, Krankheit oder eines Unfalls pflegebedürftig wird, ist dringend auf Hilfe und Unterstützung Dritter angewiesen.

Grundsätzlich ist einmal zwischen der häuslichen Krankenpflege und zwischen den echten Pflegeleistungen zu unterscheiden.

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit hat der Bedürftige Anspruch auf einen Pflegedienst, auf einen Platz in einem Pflegeheim oder in zweiter Stufe auch auf das Landes-pflegegeld.

Wichtig dabei ist die Begutachtung durch die jeweilige Pflegekasse.

Diese muss innerhalb von 25 Arbeitstagen ab Meldung des Versicherungsfalls durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder einen anderen Gutachter eine Begutachtung auf den Weg bringen, innerhalb dieser Frist auch eine Entscheidung über den Pflegegrad treffen und das Ergebnis an den Versicherten oder die Versicherte übermitteln.

In besonders dringenden Fällen - beispielsweise, wenn der Versicherte im Kranken-haus ist und die anschließende Versorgung nicht gesichert ist - verkürzt sich die Begutachtungs- und Entscheidungsfrist auf eine Woche.

Auch Angehörige, die im Rahmen der Pflegezeit oder der Familienpflegezeit ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, können nicht auf Sankt Nimmerlein vertröstet werden, sondern haben ein Anrecht, dass innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung die Begutachtung und die Entscheidung durch die Pflegekasse erfolgt.

Im Übrigen ist immer dann, wenn die Pflegekasse zu spät entscheidet, pro ange-fangener Woche ein Betrag von in der Regel 70,- € wegen der Fristüberschreitung an den Versicherten zu zahlen.