Umstellung der Registrierkassen – CSU-Fraktion setzt sich für Verlängerung der Übergangsfrist ein

24.06.2020


Petra Guttenberger, Landtagsabgeordnete der CSU, teilt mit, dass sich die CSU-Landtagsfraktion im Rahmen eines Dringlichkeitsantrages noch einmal ausdrücklich für eine Verlängerung der Umstellungsfrist für Kassensysteme eingesetzt hat.
 


„Bereits vor einigen Monaten hat der Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft Fürth, Konrad Ammon mir gegenüber darauf hingewiesen, welche großen finanziellen Belast¬ungen die Umsetzung des Kassengesetzes auf Bundesebene für die mittelständischen Betriebe vor Ort mit sich bringen. Diese Situation hat sich durch die Corona-Pandemie und durch die Schließungen und Ausgangsbeschränkungen noch einmal wesentlich verschärft“, so Guttenberger.
 
Nach dem vom Bund erlassenen Kassengesetz müssen Registrierkassen seit dem 01. Januar 2020 mit einer zertifizierten Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgerüstet sein. Derzeit müssten bis zum 30. September alle Kassen entsprechend umgerüstet werden. Nachdem nur ein Teil der aktuell verwendeten Kassen und Waagensysteme mit einer solchen Sicherheitseinrichtung ausgerüstet ist, müssen viele Geschäftsinhaber in neue Kassensysteme investieren und damit oftmals fünfstellige Beträge auf den Weg bringen.
 
„Mich hat das Vorbringen der hiesigen Kreishandwerkerschaft überzeugt, dass derartige Investitionen absolut nicht in die Zeit passen. In einer Zeit, in der Metzger, Bäcker, Frisöre und andere Handwerksbetriebe um ihre Existenz bangen müssen, ist für diese Maßnahme sicher kein Raum“, sagt Guttenberger. „Corona fordert unseren Mittelstand schon mehr als genug. Wir brauchen deshalb eine unbürokratische Verlängerung der Übergangsfrist. Gerade kleinere Einzelhändler, wie Blumenläden, Bekleidungs¬geschäfte, Metzger, Bäcker und Frisöre ächzen unter den wirtschaftlichen Folgen von Corona und brauchen alles, nur keine zusätzlichen Belastungen“, ist Guttenberger überzeugt.